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Unsere Gesellschaft ist krank – dieses Zitat beschreibt ganz genau, warum

Bevor ich zum Zitat komme, möchte ich kurz etwas erzählen. Bevor ich anfing, mich mit dem Buddhismus und anderen Themen, wie zum Beispiel der Meditation und dem menschlichen Bewusstsein zu befassen, war ich ein sehr unbewusster Mensch. Ich sage nicht, dass ich mich bereits um 180 Grad gedreht hätte, aber ich arbeite dran. Ich ging mehrmals pro Woche Fastfood essen, trank täglich Cola und Red Bull, ich bekannte mich als Fleisch- und Steakliebhaber, war permanent unzufrieden und habe mich sogar selbst als einen Menschen definiert, der immer nach mehr, höher, weiter strebt, ich verurteile Obdachlose als faul, denn jeder könnte ja arbeiten, wenn er wirklich wollte. Ich hab‘ es ja auch geschafft also kann es jeder schaffen. Ich hielt Vegetarier für dumm und Veganer für noch dümmer. Und ich hielt Hippies für esotherische Spinner. Verdammt, ich dachte sogar darüber nach, die AfD zu wählen. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich mir aber immer irgendwie darüber bewusst war, dass ich mich auf diesem Weg langsam in einen gefühlskalten Ellenbogenmenschen verwandelte, der ich nie sein wollte.

Woman in black going in the foggy forest - gothic style. Vintage photo.

Die gruselige Dame – eine Geschichte über Vergänglichkeit

„Lass‘ mich doch endlich mal ausschlafen!“, meckerte Mayla, während sie die Augen zukniff, als dürften die Sonnenstrahlen ihre Augen auf keinen Fall berühren. Und während sie es sagte, drehte sie sich schon auf die andere Seite, weg von ihrem Vater, der sie soeben geweckt hatte. Oder es zumindest probierte. „Jetzt steh‘ schon auf. Wir müssen los.“. Widerwillig drehte Mayla sich zurück in Richtung ihres Vaters und schaute ihn mit riesigem Schmollmund an. „Jeden Tag müssen wir in diesen Wald. Jeden Tag wird es wahrscheinlicher, dass wir auf die alte gruselige Dame treffen, von der ihr mir früher immer erzählt habt. In letzter Zeit habe ich wirklich Angst davor, in den Wald zu gehen.“. Doch während sie es sagte wusste sie schon, dass sie sowieso nicht drum herum kommen würde. Jeder Mann und jede Frau im Dorf musste täglich in den Wald, um nach Nahrung und Feuerholz zu suchen. Wenn sie so dastand und gelegentlich versuchte, sich zu erinnern, wie genau sie in diesen Wald gekommen war, dann war ihr Geist schnell wieder abgelenkt. Während ihr Blick dann durch die Bäume streifte, kamen stets die Erinnerungen an ihre frühe Kindheit zurück und an die Geschichten. Geschichten über die gruselige Dame im Wald.

Business person standing in the middle of a circular maze

Fragen, die wir uns stellen & Ziele, die wir uns setzen sollten

Ich schreibe in diesem Magazin häufig darüber, wie man mehr innere Ruhe, Glück und Sinn in seinem Leben finden kann, indem man zum Beispiel buddhistische Bräuche in den Alltag integriert. Auch Ziele kann man natürlich erreichen, wenn man seinen Fokus verbessert und zum Beispiel durch Achtsamkeitsübungen seine Leistungsfähigkeit erhöht. Allerdings sprechen wir eher selten darüber, welche Ziele wir überhaupt erreichen wollen und worauf Glück und Sinn im eigenen Leben eigentlich aufbauen. Zugegeben; diese Fragen sind weder leicht zu stellen, noch zu beantworten. Denn die Antworten hängen sehr stark von eurem eigenen Leben ab, eurer Natur und eurer bisherigen Geschichte. Jedoch ist es deshalb nicht weniger wichtig, diese Fragen trotzdem zu stellen, um seine eigene Natur und Persönlichkeit überhaupt kennenzulernen, bevor man seine Ziele und Wünsche für das Leben definiert. Wir meinen oft, dass wir uns kennen würden, aber nur selten stimmt das wirklich. Das ist keine Kritik und kein Vorwurf, sondern eine Tatsache, die auch ich an mir gemerkt habe, erst vor etwa einem Jahr.

I can do it

Die 1-3-5 Methode – endlich Schluss mit Aufschieben

Ich leide unter chronischer Aufschieberitis. Wir kennen das alle, wenn wir so dasitzen und uns allein‘ der Gedanke an unsere To-Do-Listen schon resignieren lässt. Gleichzeitig haben wir das Gefühl, dass alle anderen es viel besser hinbekommen. Mittlerweile gibt es wahrscheinlich so viele Tipps und Tricks, um das ständige Aufschieben seiner Aufgaben und Pflichten zu bekämpfen, wie es Ausflüchte und Rechtfertigungen für das ständige Aufschieben gibt. Mir geht es auch gar nicht darum, hier das Allheilmittel zu präsentieren, aber mir persönlich hat eine einfache Methode geholfen, in wenigen Tagen. Und die Krankheit war bei mir bereits in einem sehr fortgeschrittenem Stadium. Soweit, dass ich mir selbst schon einredete, dass ich nur unter Druck arbeiten könnte und deshalb alles aufschieben würde. Nachdem ich die 1-3-5 Methode für To-Do-Listen kennenlernte merkte ich, dass das nur eine weitere Ausrede war. Und dass es tatsächlich einen Weg gibt, um neue To-Dos, die einem scheinbar ständig einfallen, nicht mehr als Ausrede für das Nichterledigen alter To-Dos zu verwenden, bevor dann diese neuen To-Dos von Heute die Ausrede für die neuen To-Dos von Morgen werden. Also, lese direkt wie die 1-3-5 Methode funktioniert, oder lese erst noch ein wenig über die Ursachen und Symptome der Krankheit „Aufschieberitis“.

Buddhistischer Moench Thailand

Buddhismus im Alltag – Bräuche & Praxis integrieren

Bei diesem Thema frage ich mich häufig Eines: wo fängt Buddhismus an und wo hört der Lifestyle auf? Ich finde keines von Beidem verwerflich, und beide Auslegungen können uns enorm helfen, aber sie sind definitiv nicht das Gleiche. Wer eine Buddha-Statue auf dem Tisch aufstellt und drei mal die Woche Räucherstäbchen anzündet, nur um den Muff aus der Wohnung zu kriegen, der ist wahrscheinlich kein Buddhist. Wahrscheinlich, weil man im Rahmen der buddhistischen Bräuche & Achtsamkeits-Praxis tatsächlich wenig äußere Faktoren ausfindig machen kann, die einen Buddhisten klar identifizierbar machen. Natürlich bedeutet Buddhismus mehr als Buddha-Statuen und auch das Christentum ist irgendwann nur noch auf das Kruzifix reduziert worden. Das hat aber eher mit der westlichen Gesellschaft zu tun, weniger mit der Religion. Aber gleichzeitig machen oranges Gewand, ein Lächeln und kurze Haare noch keinen Buddhisten aus, ebenso wenig wie eine Tonsur einen christlichen Mönch – ganz im Gegenteil. Die buddhistische Praxis orientiert sich sehr stark an der eigenen Erfahrung und dem selbstständigen Denken, nicht dem Wiederholen von Riten und dem Anpassen seiner äußerlichen Erscheinung. Buddhistische Achtsamkeit & Bräuchte in den Alltag zu integrieren erfordert Geduld, den Willen zur Einsicht und die Akzeptanz der eigenen Unzulänglichkeit.

Buddha Statue aus Holz

30 Buddha Weisheiten für mehr Glück & Sinn im Leben

Buddhistische Weisheiten und Zitate, vor allem die von Buddha selbst überlieferten Erkenntnisse und Zitate zu Liebe, Leben & Glück, sind für viele Menschen eine große Inspiration und Hilfe im Leben, vor allem dann, wenn sie sich in scheinbar aussichtslosen Situationen befinden, oder nach mehr Sinn und Erfüllung im Leben suche, sich fremdbestimmt fühlen, oder ständig entsprechend fremder Erwartungshaltungen handeln, obwohl sie das gar nicht wollen. In diesem Beitrag geht es um 30 Buddha Weisheiten zum Thema „Leben“ & „Glück“ die helfen können viele Situationen und Menschen, mit denen wir im Alltag zu tun haben, aus einer anderen, neuen, objektiveren Perspektive zu betrachten, um so zu mehr Freiheit & Selbstbestimmung zu finden. All‘ das ist aber nichts, was den Buddhismus im Kern ausmacht. Zitate und Weisheiten des Buddha sind Essenzen seiner Lehren und Erfahrungen, nicht mehr und nicht weniger.

Statuen im Buddhistischen Tempel in Lumbini die das Leben Buddhas darstellen

Buddhas Leben – wer war Siddhartha Gautama wirklich?

Fast jeder Mensch kennt den Begriff „Buddha“. Viele setzen mit ihm den Namen der Figur gleich, die dort regelmäßig als Statue und auf Bildern abgebildet wird. Dabei bedeutet Buddha eigentlich nur „der Erwachte“, beschreibt also einen Menschen, der sich aus den Fängen des Nichtwissens befreit hat und nun sozusagen die Wahrheit über die Zusammenhänge der menschlichen Psyche, des Bewusstseins, der Zeit, der Natur und der Wissenschaft versteht. Und der erste Mensch, der diese Wahrheiten in einer Erleuchtung erfuhr und realisierte, um sie anschließend zu verkünden, war Siddhartha Gautama – der historische Buddha. Doch über die Fakten und sein tatsächliches Leben wissen wir häufig sehr, sehr wenig. Viele Menschen im Westen halten ihn sogar für eine Art Gott, an den die Buddhisten glauben würden. Er war, wenn man so will, aber „nur“ der erste Erwachte, der in einer einmaligen meditativen Erfahrung der Erleuchtung die Möglichkeit hatte, über die Zeit des eigenen Lebens hinaus zu blicken und das Entstehen und Vergehen von Welten und Universen zu sehen, in seiner inneren Dimension. Nach dieser Erfahrung verkündete er seine Lehren, Erfahrungen und Praktiken, die man heute unter dem Begriff Dharma zusammenfasst. Er ist der Begründer des Buddhismus, aber keinesfalls eine Art Gott, oder eine gottgleiche Gestalt, die man im Buddhismus etwa anbeten oder der man huldigen würde.

Das Rad des Dharma auf Tempeldach

Dharma – Die Lehren Buddhas als universelles Gesetz

Dharma ist nicht nur ein Begriff des Buddhismus, sondern zentraler Bestandteil aller indischen Religionen, also auch des Hinduismus oder Sikhismus. Jedoch hat er, je nach Religion, verschiedene Bedeutungen, die aber im Großen und Ganzen durchaus miteinander verknüpft werden können. Dharma beinhaltet Gesetz, Recht und Sitte sowie ethische und religiöse Verpflichtungen. Es bedeutet aber auch Ethik und Moral. Im Buddhismus wird es häufig als Sammelbegriff für die Lehren Buddhas verwendet, also das von Buddha verkündete Daseinsgesetz, welches auch die vier edlen Wahrheiten und den edlen achtfachen Pfad beinhaltet. Somit ist Dharma Teil der „Drei Juwelen“ und der Zufluchtsformel des Buddhismus, eine Art Glaubensbekenntnis, aber für mich eher ein Mantra für die Meditation. Im Mahayana und Vajrayana Buddhismus bezeichnet Dharma nicht nur die Lehren Buddhas, sondern auch die Lehren aller anderen Bodhisattvas und Meister, die nach Buddha die Erleuchtung erlangt haben.

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Vier Edle Wahrheiten – Buddhismus einfach erklärt

Zusammen mit dem „Edlen achtfachen Pfad“ und den „Fünf Aneignungen“ bilden die „Vier Edlen Wahrheiten“ die Grundlagen der buddhistischen Lehren bzw. dafür, sie auch in eigene Erkenntnis und Erfahrung verwandeln zu können. Sie sind weder vergleichbar mit den 10 Geboten, oder sonst irgendeiner heiligen Schrift. Sie sind die Lehren und Erfahrungen Buddhas, die uns eine Hilfe sein sollen, auf dem Weg zu mehr Erfüllung, Mitgefühl und Selbstbestimmung im Leben – denn diese Dinge bedeuten wahres Glück. Es sind keine Dogmen und auch keine Regeln. Sie sind auch nicht der einzige Weg, der uns zu uns selbst führen kann. Aber sie sind eine sehr gute Hilfestellung auf diesem Weg. Und nach dauerhaftem Glück und dauerhafter Freiheit streben wir im Endeffekt doch alle, oder? Bevor ich aber zu den vier edlen Wahrheiten komme möchte ich gerne mit euch ein wenig über Glück philosophieren. Wir müssen erst verstehen dass viele gar nicht wissen, was Glück eigentlich ist. Denn erst aus diesem Wissen erwächst die Neugierde auf die Erkenntnisse aus den vier edlen Wahrheiten. Mit einem Klick auf den obigen Link kannst du aber auch direkt zu den Wahrheiten springen.

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Der edle achtfache Pfad – Buddhismus einfach erklärt

In unserer Welt ist nichts von Dauer, alles ist vergänglich, nicht zuletzt unser Leben auf der Erde. Das ist die Grundannahme im Buddhismus. Dass der Mensch in der heutigen Zeit seine eigene Vergänglichkeit verdrängt und am Leben haftet, indem er Krankheit, Alter und Tod verdrängt, bis sie ihn einholen, ist eine der fundamentalen Ursachen für menschliches Leid, unsere Unzufriedenheit und die Situation in der Welt. Denn mit dem Tod verdrängen wir eine Urangst, die ständig weiter durch egoistische Bedürfnisse und Gefühle im Zaun gehalten werden will. Der Buddhismus und auch der achtfache Pfad sind eine Möglichkeit, sich seiner eigenen Vergänglichkeit nicht nur wahrhaft bewusst zu werden, sondern aus ihr Kraft und Energie für einen edlen Lebenswandel und mehr Erfüllung, Glück und inneren Frieden zu gewinnen. Das Tibetische Totenbuch, ein sehr mysteriöses und sagenumwobenes Buch, welches den Tibetern seit Jahrtausenden als sehr detaillierter, schon fast reiseführerartiger Wegweiser für das Jenseits dient, wird auch hierzulande oft im Hospiz verwendet, um den Menschen die (vorerst) letzte Reise zu erleichtern. Trotz seines Bezugs auf den Tod ist es nämlich ein sehr lebensbejahendes, kräftiges Buch, aus welchem man, egal wie alt man ist, wenn man es liest, Kraft für das Hier und Jetzt und das eigene Leben schöpfen kann.